Sonntag, 29. Juli 2012

Sonntag der Reparaturen

Eigentlich habe ich heute einen "freien" Nachmittag, denn meine beiden Männer sind zu den Schwiegereltern gefahren. Und eigentlich wollte ich nähen - einen Beitrag für den Streifenmonat Juli von Meike. Aber ganz eigentlich lag noch so viel anderes auf meinem Nähplatz, was ich vor den Urlauben dort nur noch abgeworfen habe und was dringend repariert werden muss.

Also habe ich meine freien Stunden bislang damit verbracht, die gerissene Zwillingsnaht bei meinem Mayla-Strandkleid zu flicken (merke: nächstes Mal mache ich besser einen Saum mit dem dreigeteilten Zickzackstich, denn im Alltag mit einem wilden Dreijährigen ist die Zwillingsnaht nix.), das Bündchen bei meiner noch nicht gezeigten Lieblingsvaleska mit einem Gummiband zu versehen (ich liebe zwar diese bequemen Bündchen, aber für die Ewigkeit sind sie nix, sie leiern aus) und schießlich hatte ich noch dieses Projekt vor mir:



Ein hübsches Badecape, aber mit viel zu engem Kopfloch (oder zu großem Dickkopf von Möhrchen). Nach viel Hängen und Würgen hab ich die Öffnung im Urlaub dann aufgeschnitten (das Kind musste ja irgendwie wieder raus!) mit dem Plan im Hinterkopf, die Kanten zu Hause hübsch mit Schrägband zu versäubern. Denn Möhrchen liebt das Cape wegen des Frosches und ich liebe es wegen der Farbe (und weil´s mal teuer war ;-)). Also sollte es gerettet werden.

Leider hätte es meine und die Fähigkeiten meiner Nähmaschine überstiegen, bis ganz oben das Schrägband anzubringen, denn oben an dem kleinen Ausschnitt ist der Frottee nochmal gedoppelt - d.h. Schrägband + 4 Schichten Frottee, das wollte ich weder mir noch meiner Guten zumuten.

Das Cape ist auch so wieder vorzeigbar und tragbar und zumindest "Susi" (die noch aus meiner Jugend stammt und nichts dagegen hat, als Probemodel verwendet zu werden) hat gegen das neue Design nichts einzuwenden. Hoffen wir, dass das bei Möhrchen auch so ist. Sicher kann man sich da bei dreijährigen Dickköpfen ja nie sein.

So, und nun wende ich dem Reparaturstapel den Rücken zu (u.a. wartet da noch das Allerlieblichst-Jeansröckchen auf ein schmaleres Bündchen - die doppelte Variante ist einfach zu warm, zu dick, einfach nix!) und schneide wenigstens noch ein bißchen was zu, ehe die Ruhe hier vorüber ist...

Einen schönen Restsonntag wünscht
Poldi


Samstag, 28. Juli 2012

Hassliebe zu Brüssel

Pfauenmädchen hat vor einigen Tagen sehr liebevoll über eine oft verkannte, aber von mir auch sehr gemochte Stadt - meine Heimatstadt Stuttgart - geschrieben.

Ähnlich verkannt, allerdings von mir eher ambivalent betrachtet (mag ich sie oder hasse ich die Stadt)?) ist Brüssel.

Ich habe vor einiger Zeit für ein halbes Jahr dort gelebt und gearbeitet und habe auch ab und an beruflich das Vergnügen, in Brüssel zu sein. Nachdem meine Schwiegermutter mich um ein paar Reisetipps für Brüssel ("Geheimtipps") gebeten hat, habe ich mich zunächst gefragt "Wer fährt denn freiwillig - und als Tourist! - nach Brüssel?" und dann gegrübelt. Interessante, ja sogar schöne Ecken gibt es dort auch. Und wenn man keine empfindliche Nase hat - an manchen Stellen, insbesondere im Öffentlichen Nahverkehr - ist es etwas muffelig, ist das Geruchserlebnis kein Problem.

Brüssel ist teuer - sagen die Kritiker. Ja, das stimmt! Selbst ein Kaffee und ein Stück Kuchen/ ein belegtes Brot o.ä. kosten schnell mal 7 oder 8 € (im Stehen, versteht sich). Ein Mittagessen entsprechend mehr. Die Mieten sind zumindest in den angesagteren Gegenden exorbitant (ich habe damals für ein möbliertes 1 1/2-Zimmer-Appartement 1200 € bezahlt!!) und insgesamt ist alles einfach hochpreisiger als in Berlin. Deutlich hochpreisiger. Das ist ein großes Problem für all jene, die in Brüssel von "ganz normalen" Gehältern leben und nicht zu dem gutverdienenden Kreis der "Eurokraten" gehören.

Brüssel ist unsicher - sagen die Kritiker. Ich gebe zu, richtig sicher fühle ich mich an manchen Orten auch nicht. Das "Müffelige" und teilweise Unsaubere tragen dazu bei, aber auch objektiv gesehen ist Brüssel wohl eher eine der unsichereren Großstädte. Fast jede/r kennt jemanden, der schon überfallen/beraubt etc. wurde, bei dem eingebrochen wurde usw. Mir ist in der ganzen Zeit, die ich dort war, nie eine irgendwie kritische Situation begegnet und ich war viel, auch abends, unterwegs. (Statt dessen wurde letzten Winter hier in Berlin bei uns eingebrochen...). Allerdings ist es hilfreich, gewisse Ecken zu meiden und öfter zugunsten des Taxis auf die U-Bahn zu verzichten. Aber das gilt bekanntermaßen nicht nur für Brüssel.

Brüssel ist schmutzig und das Wetter ist immer schlecht - sagen die Kritiker. Was den Schmutz betrifft - Zustimmung! Was das Wetter betrifft - da war es auch schon oft anders herum: Regen in Berlin, Ausstieg aus dem Flieger in Brüssel - gutes Wetter. Ich hab´s echt nicht sooo schlecht in Erinnerung. Am 1. Mai habe ich in der Nordsee gebadet und einen Sonnenbrand in De Haan bekommen. Von schlechtem Wetter also keine Rede. Dämpfig ist es allerdings und die Luft ist schlecht. Und ein Schirm in der Handtasche trotzdem nicht schlecht.

Und die guten Seiten? Hervorstechend gut ist, dass man mit der Bahn in nur einer Stunde an der Nordsee ist (das habe ich gerne und oft genutzt) und auch ansonsten tolle europäische Metropolen in kurzer Zeit erreichen kann (London, Paris, Amsterdam, Köln...). De Haan hat mir gefallen. Hier halten sich die Bausünden- anders als an anderen belgischen Nordseestränden - in Grenzen.


Wie gesagt - manche andere Städte an der Nordsee fand ich dagegen schrecklich (z.B. Knokke oder Oostende). Baumonster wohin das Auge reichte. Davon gibts daher auch keine Fotos...

Aber auch wenn man in Brüssel bleibt, gibt es viel Schönes zu entdecken. Vieles kann fußläufig erkundet werden - ein großer Vorteil. Ich habe in der Nähe des Square Ambiorix gewohnt, wo viele schöne Jugendstilgebäude zu bestaunen sind. Überhaupt gibt es in Brüssel neben grässlichen Bausünden schöne Gebäude mit Stil, oft geradezu symbiotisch nebeneinander.





Man kann in Brüssel gut essen und fabelhaft Lebensmittel einkaufen. Direkt neben meinem Appartement war ein Supermarkt, der großartige Sachen hatte. Ich bin so gerne einkaufen gegangen wie noch nie in meinem Leben. Das belgische Bier hat mir geschmeckt, auch wenn ich ans Kirschbier nicht richtig rankam, aber z.B. Leffe fand ich lecker.

Und die Pralinen! Da gibt es richtige Künstler! Marcolini ist ein solcher - ein echtes Erlebnis, dort Pralinen zu kaufen. Aber auch die "normaleren" Pralinen wie Neuhaus o.ä. sind eine Sünde wert, ebenso die Backwaren. In Brüssel das Gewicht zu halten ist ein Ding der Unmöglichkeit. Ich hab´s gar nicht erst ernsthaft versucht, mir allerdings ein tolles Fitnessstudio gesucht, damit es nicht ganz so schlimm endet.

Man kann in Brüssel abseits der ganz gängigen Sehenswürdigkeiten wie dem Atomium, dem Manneken Pis oder der Grand Place - wobei dieser Platz wirklich beeindruckend ist - tolle Schätze entdecken. Das Musikinstrumentenmuseum ist ein solcher Tipp - tolles Gebäude, spannendes Museum für alle, die sich für (alte) Instrumente interessieren und ein schönes Restaurant on top mit klasse Aussicht.

Comicfans schauen sich das Tim-und-Struppi-Museum an. Überhaupt Tim und Struppi, die begegnen einem oft. Als Stofftier, auf der Pralinenschachtel etc. Ich bin gar kein Comicfan, aber die Souvernirs gefallen mir trotzdem, sie sind einfach schön gemacht (aber teuer...).

Wer sich für die europäische Komponente in Brüssel interessiert, dem sei das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments ans Herz gelegt. Auf der Website des "Parlamentariums" heißt es:

"Erleben Sie das Europäische Parlament auf eine völlig neue Weise! In unserem Besucherzentrum in Brüssel können sich Kinder und Erwachsene auf eine interessante und originelle Entdeckungsreise durch die Institution begeben, die sie in Europa vertritt.
Dynamische und interaktive multimediale Darstellungen begleiten unsere Besucher durch die Geschichte der europäischen Integration und zeigen, wie sie unser tägliches Leben beeinflusst." Ich war selbst noch nicht drin, aber Kollegen haben mir berichtet, dass es sich wirklich lohnt (und auch in einer Stunde machbar ist). Überhaupt lohnt sich ein Bummel durch das Euro-Viertel, man muss allerdings beachten, dass außerhalb der Bürozeiten und am Wochenende dort nichts los ist und es deshalb besonders abends riskant ist, dort zu Fuß unterwegs zu sein.

Einmal im Jahr kann man in Laeken abends die küniglichen Gewächshäuser - beeindruckende Jugendstilbauten - besichtigen. Wer dies zeitlich einrichten kann, sollte es nicht verpassen!

Leider hatte ich damals noch keine sonderlich gute Kamera, so dass es keine schönen Nachtaufnahmen gibt.

Die Parks sind ein weiteres Thema! Große Parks, teilweise schön angelegt, laden zum Spazierengehen, Joggen etc. ein. Ich habe den Cinquantenaire sehr gerne. Er ist groß genug und bietet daneben auch einige sehenswerte Museen.

Oder die Plätze - kein Geheimtipp, aber ein lohnendes Ziel, besonders zu Marktzeiten ist der Place du Chatelain. Wer in ist - oder es sein will, ist dort zugange.

Lust auf einen Tripp in meine hassgeliebte Stadt bekommen? Viele Flieger führen dort hin (auch Billigflieger wie Easyjet), nur preiswerte Hotels zu bekommen, das ist schwer. Besser schonmal ein bißchen zu sparen anfangen...

Überzeugt?

Viel Spaß bei der Reiseplanung!

Poldi





Geburtstagsshirts - einfach und wirkungsvoll...

Neulich habe ich hier schon das Geburtstagsshirt für Möhrchen gezeigt. Nach demselben Prinzip ist neulich Abend huschi-huschi eines für Möhrchens Freund A. entstanden, mit einem sehr netten jungstauglichen Stoff, von dem ich noch einen kleinen Rest hatte.

Mit Vlisofix und Zahlen, die ich mir  zusammensuchen, ist das wirklich einfach und schnell. Max. 30 Minuten (wovon ich schon 20 zum Nachdenken brauche, wie herum ich die Zahl worauf bügeln muss, damit sie nachher nicht kopfsteht - alles schon passiert), und fertig ist das Shirt.  Und man kann es jungs- und mädchentauglich gestalten. Nur weiße T-Shirts in der richtigen Größe müssen zur Hand sein. Vom großen Bruder des Beschenkten gibt es schon einen Folgeauftrag mit einer "6". Warum wird er nicht schon sieben - das wäre bedeutend einfacher zu applizieren...


Mittwoch, 25. Juli 2012

Schon jetzt an Weihnachten denken?

Hups - in ziemlich genau fünf Monaten ist Weihnachten. Wie kommt es nur immer, dass einem die zweite Jahreshälfte viel kürzer vorkommt als die erste? Ich warte immer ewig auf den Frühling - hier in Berlin besonders - und die zweite Jahreshälfte rast ab September unaufhaltsam auf Weihnachten zu.

Nie, aber auch wirklich niemals nicht bin ich auf Weihnachten vorbereitet, obwohl ich doch schon jetzt mit der Weihnachtsgeschenkeproduktion anfangen könnte. Aber nein, ich mache das dann alles leicht angenervt in der Woche vor Weihnachten und habe nur deswegen am Heiligen Abend morgens "frei", weil ich fast alle meine Geschenke verschicken und sie daher rechtzeitig auf den Weg in die weite Welt bringen muss (sprich: am 22.12. die ohnehin überfüllte Postfiliale am Ort stürmen muss).

Am Wochenende habe ich eine Freundin besucht, die doch tatsächlich - gut organisiert wie sie ist - eine kleine Kiste mit netten selbstgemachten Dingen hat, die sie dann zu gegebenem Anlass nur noch ergänzt, mit etwas Süßem befüllt o.ä. Ich dagegen sitze am Abend vor dem Anlass hektisch vor der Nähmaschine und nähe das, was ich mir ausgedacht habe. Denn wenn in meinem Kopf erst einmal eine Idee für ein selbstgemachtes Präsent herumspukt, dann muss diese Idee auch umgesetzt werden. Irgendetwas kaufen (allein der Gedanke ist dann absurd) käme dann nicht mehr in Frage.

Aber: Organisation ist halt alles...

Was ich eigentlich sagen wollte: dieses Jahr wird alles anders. Ich starte im September mit der Weihnachtsgeschenkeproduktion. Jawoll. Oder zumindest nehme ich es mir vor...

Und als ersten Schritt speichere ich mir mal diesen schönen link zu Kreativ-Ideen von Tilda für Weihnachten, auf den ich ganz zufällig gestoßen bin. Da sind wirklich nette Sachen dabei, auch wenn ich sonst nie so der Tildafan bin. Aber die Pinguine auf Bild 10 sind doch wirklich herzig.

Bestimmt finde ich den link dann nicht wieder, aber ich habe es versucht.

Liebe Grüße
Poldi



Montag, 23. Juli 2012

Impressionen von Wien

Frau Kirschenkind fragte in ihrem Blog (den ich gerne lese;-)) nach Tipps und Empfehlungen für einen Aufenthalt in Wien. Ich war erst vor Kurzem (vor Ostern) dort, damals allerdings noch bloglos bzw. nur mit einem "privaten" Blog, so dass ich nun einfach meinen Bericht von dort auch hier mal einstelle für alle, die sich ein paar Infos über Wien holen möchten.

Wien war sehr schön, sehr entspannt und sehr kalorienreich. Aber das muss auch mal sein. Wir waren in ziemlich vielen Cafés, haben Heurige und Schnitzellokale heimgesucht und - da wir vier Frauen waren - viel gegackert.

Vor Ostern ein lohendes Ziel: Ostermarkt an der Freyung


Deko im Schaufenster des Café Demel. Drin waren wir nicht, da hatten wir schon soooo viel Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, dass es uns reichte (Beweisfoto siehe unten).

Süße Sünde im Café Central

noch ein üppig dekoriertes Schaufenster irgendwo in Wien...

Etwas Kultur gab es natürlich auch, wir waren u.a. in der Hofburg, in Schönbrunn (Tickets vorher online bestellen!) und in diversen Kirchen. Die Bilder von der Kultur erspare ich Euch, schließlich kann man die auf allen möglichen anderen Blogs viel schöner sehen. Ich hoffe, Ihr glaubt es mir auch so, dass wir auch ein wenig besichtigt haben...

Unter das Stichwort Kultur fällt auch das Hundertwasserhaus, das man aber natürlich nur von außern besichtigen kann. Das Café unten drin im Hundertwasserhaus ist nett, aber kein must have. Und die in vielen Reiseführern gelobten "Hundertwassertoiletten" kann man guten Gewissens auch auslassen, wenn´s denn nicht sein muss.

Den leckersten Kartoffelsalat meines Lebens habe ich beim "Figelmeyer" (www.figelmeyer.at) gegessen - mit "Vogerlsalat" dabei und Kernöl. Da hatte das Schnitzel, das wir dazu bestellt haben, total verloren. Aber der Kartoffelsalat war einfach großartig. Beim Figelmeyer muss man allerdings auch vorbestellen und darf keine Aversionen gegen touristisch angehauchte Ziele haben.

Einen Abend waren wir bei einem ganz normalen "Stadtheurigen", den uns das Hotel empfohlen hatte - der war gut, aber nicht spektakulär, so dass ich ihn mir auch nicht weiter gemerkt habe.

An- und Abreise verliefen völlig unspektakulär mit dem Flugzeug, die Anfahrt zum Flughafen kann man mit einem teureren Expresszug machen, aber genauso gut auch mit der S-Bahn. Da kann ich nur den Tipp geben, 5 Minuten mehr einzuplanen, sich den Aufpreis zu sparen und ihn in ein leckeres Stück Kuchen zu investieren.

Allen Wienreisenden viel Spaß!!!

Nachtrag:  Oh weh, da war ich in Gedanken schon zu sehr beim leckeren Kartoffelsalat ;-) Es ist natürlich der Figlmüller . Aber der Kartoffelsalat war wirklich fein.

Zurück zu Hause...

...mit erfreulicher Stoffausbeute (dazu gleich mehr), etwas Müdigkeit in den Knochen und Freude darüber, dass in Berlin eeeendlich der Sommer angekommen ist - umso blöder, dass morgen wieder die Arbeit ruft.

Ich war also bei Hilco beim Stoffeinkauf, sogar zweimal, allerdings mit etwas Trauer im Nachhinein, weil ich einen Teil meiner "Beute" dort vergessen habe. Da ich sie bezahlt habe, ist das doppelt ärgerlich und da ich sie ganz schnell verarbeiten wollte, nochmals. Leider schicken sie einem das Zeug nicht nach, obwohl es nicht mein Fehler war, dass die an der Kasse die Sachen nicht in die große Stofftüte mit verpackt haben.

Ich hoffe nun, dass meine Freundin, die in der Gegend wohnt, mir die Sachen mal holen und schicken kann. Da sie aber zwei kleine Kinder hat, wird das für sie schwierig, in den 1. Stock hochzugelangen, wo die Stoffe und Kurzwaren sind. Aber ich möchte die Sachen auch nicht einfach dort lassen, auch wenn´s natürlich nicht die Welt gekostet hat.

Aber nun der Teil der Beute, der den Weg Richtung Berlin geschafft hat:



Ein schöner Feincord mit kleinen Blümchen aus der "Reste-Garage" dort - das wird ein Rock für mich.

Der Autostoff wird zu einer Kindergartentasche für Möhrchen, gefüttert mit dem Stoff mit den roten Punkten, der beschichtet und damit hoffentlich pflegeleicht ist. Das passende Gurtband und der Knopf liegen noch bei Hilco. Grmpf. Aus dem Rest des Autostoffes wird dann noch ein Turnbeutel, natürlich auch für das Kindergartenkind in spe.

Der gepunktete Jersey fühlt sich ganz toll an und wird wohl ein kurzärmeliges Knotenkleid für mich.

Dann gibt es noch Streifenjersey (der Streifenmonat bei Meike läßt grüßen) für ein oder zwei Tops für mich sowie ein paar geringelte Bündchen, die es dort in reicher Auswahl gab. Wo die rankommen, wird man sehen...

Fazit: die Auswahl an Stoffen ist toll, die Preise dagegen sind recht hoch. Echte Schnäppchen jagt man dort nicht. Sogar der in der Restegarage gekaufte Feincord kostete 12 €/Meter. Aber die Beratung ist gut, die Verkäuferinnen nett und wenn sie nicht gerade vergessen, einen Teil der Ware einzupacken, auch kompetent.




Donnerstag, 12. Juli 2012

Backwahn

Der Möhrchen-Geburtstag hat alles an hausfraulichen Qualitäten abgerufen, was ich aufbieten kann. 6 Kuchen in 5 Tagen...jetzt kann ich echt keine Kuchen mehr sehen. Aber es hat sich gelohnt. Neben den üblichen Verdächtigen wie dem bewährten Selterkuchen für die Kita (mit viiiel Zuckerstreuseln) habe ich auch mal zwei neue Rezepte ausprobiert, die sehr lecker waren: einen Erdbeerkuchen, dessen Teig aus 2 Schichten besteht sowie einen ganz einfachen und leckeren Schokokuchen.

Wenn man nicht kurz vor Ladenschluss bemerkt, dass die Kuvertüre nicht reicht und hektisch zu real fahren muss, bietet der Kuchen eigentlich keine Hürden.

Falls Ihr auch leckeren Schokokuchen mögt - hier ist das Rezept:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen, eine Springform (26 oder 28 cm Durchmesser) fetten.

5 Eier trennen, die Eiweiße steif schlagen.

200g Vollmilchkuvertüre schmelzen (ich habe Zartbitter genommen, war auch lecker).

200 g weiche Butter mit 150 g Zucker dick-schaumig rühren, nacheinander die 5 Eigelb hinzugeben.

Kuvertüre unterrühren, dann 250 g gemahlene Mandeln, 2 EL Kakaopulver und den Eischnee nacheinander dazugeben.

Den Teig in die Form füllen, bei 160 Grad (Umluft) in der Mitte des Ofens ca. 30 Min. backen, aus der Form nehmen und abkühlen lassen. Evtl. mit Puderzucker bestäuben.

Lecker....vor allem, wenn er innen noch ein ganz kleines bißchen "glitschig" ist!





Das Rezept für den Erdbeerkuchen stelle ich in einer stillen Stunde auch mal ein, das ist etwas länger, weil der Kuchen aufwändiger ist. Wobei sich die Erdbeersaison ja sowieso dem Ende zuneigt... Schokokuchen geht dagegen immer.

Morgen brechen wir schon zum nächsten Familienevent in Süddeutschland auf. Dafür wollte ich mir eigentlich extra ein Kleid nähen. Gut, dass ich ein Gekauftes habe, das auch gut zu dem Anlass passt. Ich habe es nicht einmal geschafft, das geplante Kleid zuzuschneiden. Das muss wieder anders werden. Ich bekomme langsam Näh-Entzug.

Dem werde ich durch einen Besuch des Hilco-Verkaufes in Leinfelden-Echterdingen zu begegnen versuchen. Das eine oder andere Stöffchen aus der neuen schönen Hamburger Liebe Kollektion würde mich ja schon anlachen. Geldbeutel festhalten ist angesagt...

Liebe Grüße
Poldi


Sonntag, 8. Juli 2012

The place to be...

... ist in den letzten Wochen oft mein Näheckchen gewesen. Ein eigenes Nähzimmer wäre ja noch schöner, aber das evtl. geeignete Zimmer liegt direkt neben Möhrchens Schlafplatz (und meine Ovi ist laut), so dass ich mich mit einer Nähecke, die mir der Hausherr in seinem Arbeitszimmer abgetreten kann, zufrieden geben muss.

Bis auf die Tatsache, dass ich mich in dem Zimmer nicht soooo ausbreiten kann, fühle ich mich dort aber sehr wohl und meine Mitbewohnerin auch.

Aber schaut selber:



Für ein großes Stofflager reicht der Platz leider oder glücklicherweise nicht, aber das brauch ich auch nicht so nötig, da ich eigentlich hauptsächlich dann einkaufe, wenn zumindest schon eine ungefähre Idee existiert. Nach dem Stoffmarkt (oder einem Schlußverkauf bei Stoff und Stil) ist es ein bißchen voller, aber ich verarbeite die Stoffe in der Regel relativ fix. Schnitte darf ich im Regal des Hausherrn unterbringen, zuschneiden tue ich sowieso am liebsten auf dem großen Esstisch.

Insofern komme ich ganz vom Platz her gut klar. Nur ein bißchen Unterhaltung beim Nähen wäre schön - ich hab schon an Hörbücher o.ä. gedacht. Fernsehen nebenher krieg ich eher nicht koordiniert, dafür nähe ich zu schlecht. Muss mich schon hauptsächlich aufs Nähen konzentrieren.

Meine beiden Nähmaschinen sind recht verschieden - eine "für gut" (von Brother) und eine vom Discounter (Overlock von Lidl). Ich wollte damit eigentlich nur mal ausprobieren, ob mir das Nähen mit der Overlock grundsätzlich Spaß macht (macht es). Damit ist das Schicksal der Lidl-Maschine schon fast besiegelt, denn irgendwann will ich mir dann eine bessere Overlockmaschine kaufen...

Samstag, 7. Juli 2012

Drei!!!

Heute ist ein großer Tag für Möhrchen - die Zahl auf dem (Kauf-)Shirt spricht für sich. Noch schnell vor dem Urlaub appliziert in der Vorahnung, dass es danach knapp werden könnte (und so war es dann auch). Neben mehreren Kuchen aus der Möhrchen-Backstube ist dies daher mein MeMade-Beitrag für den kleinen Jubilar.

Die Zahlen habe ich mir schon letztes Jahr zusammengesucht und zum 2. Geburtstag - noch mit der alten Nähmaschine, aber sonst schon fast genauso schön wie heute - zum ersten Mal ein T-Shirt aufgepeppt. Nun folgt die "3" und es werden noch so lange solche Shirts folgen wie Möhrchen sie tragen mag...

Alles Liebe zum Geburtstag, Du kleiner allerwichtigster Mensch auf der Welt! Ich freu mich auf die Geburtstagsfeier nachher!

Deine Mama

Freitag, 6. Juli 2012

Plädoyer fürs Shirt-Nähen oder wie gehts dem Shirt an den Kragen?

Meike bittet in ihrem aktuellen Nähfragezeichen um überzeugende Argumente fürs Shirt-Nähen:





Shirts nähen?
Warum näht ihr Shirts - wo es doch T-Shirts in großen Mengen und oft auch günstig zu kaufen gibt. Bei Jersey zählen ja auch nicht wirklich Passformprobleme. Was ist der Unterschied zwischen Euren Shirts und Kaufshirts? 


Warum nähe ich Shirts?

Von einer richtigen Gewohnheit würde ich noch nicht sprechen, die Kaufshirts überwiegen bei mir (noch). Aber ich kann dem Selbernähen von Shirts einiges abgewinnen:

  • Man kann im kleineren Rahmen für ein Jerseykleid "üben". Die Oberteile sind ja zum Teil ähnlich bis gleich. So kann ich mir z.B. das Oberteil des Knotenkleides zur Übung ja auch schon als Shirt nähen, ohne gleich zu viel Stoff zu "versauen". 
  • Umgekehrt kann ich, wenn ich ein Oberteil gut gelungen finde, ganz einfach das nächste Mal ein (Jersey-)Kleid daraus machen, in dem ich das Oberteil verlängere.
  • Ich kann kleinere Stoffmengen fürs Shirt verwenden, also zum Beispiel auch Reste von einem Kleid verwenden. Ich kaufe den Stoff oft zu großzügig ein und habe dann so ca. 1 Meter übrig - das reicht locker für ein Shirt!
  • Ich kann viele der beim Shirtnähen gewonnenen "Erkenntnisse" auf andere Jerseyprojekte übertragen, z.B. auf Jacken, Kleider usw.
  • Auch wenn ich noch ein Nähanfänger bin, gebe ich mir bei der Verarbeitung große Mühe und finde sie daher besser als bei vielen Kaufshirts.
  • Auch das Argument, dass die Kaufshirts günstig sind, ist für mich nicht wirklich überzeugend. Ich kaufe ungern beim Klamottenschweden, für den das Argument vielleicht noch greifen könnte. Sobald ich aber ein Shirt von E*sprit und Konsorten kaufe, ist das definitv teurer als die allermeisten Selbermachoptionen.
  • Noch mehr überwiegt der Kostenfaktor beim Nähen von Kindershirts. Habe gerade bei Stoff und Stil einen schönen Jersey (0,7 m für 2,70 €) ergattert. Daraus wird mindestens ein Shirt für Möhrchen, mit Glück krieg ich noch was Kleines raus und wenn es nur ein Puppenshirt ist. Ganz spitzfindig könnte man nun das anteilige Porto, Schnitt-, Garn- usw. kosten draufschlagen, aber selbst dann käme ich nicht über 5 €, was ich für ein schönes, individuelles Kindershirt immer noch gut und günstig finde.
  • Individuell ist das nächste Stichwort: Mein Shirt trägt sonst keine und das von Möhrchen auch nicht.
  • Schließlich - aber das ist ja ein altbekanntes Argument - weiß ich, dass die einzige Näherin, die für das Shirt "gelitten" hat, ich bin. Und meist leide ich nur an meiner eigenen Schusseligkeit, sonst macht mir das Nähen ja Spaß!
  • Das ist sowieso das Hauptargument - es macht Spaß, man muss nicht so große Teile wie bei Kleidern zuschneiden und es gibt schnelle Erfolgerlebnisse!
  • Richtig gute Tipps habe ich mangels Übung auch noch nicht, außer: üben, üben, üben. Ich finde, es geht von Teil zu Teil schneller, sieht besser aus und man findet unter den verschiedenen Varianten dann die raus, die einem liegt. 
  • Außerdem versuche ich, nicht an der Qualität des Jerseys zu sparen und lieber mal Einschränkungen an der Optik desselben hinzunehmen, denn mit einem superflutschigen Billigstjersey würde bei mri sicher auch der Frust kommen. Ich kaufe daher auch gerne Jerseys, die zwar von der Optik her okay, aber nicht mein Traum sind (siehe hier oder auch diese Joana hier, bei der ich den Stoff erst ziemlich gruselig fand und ihn als reines Versuchskaninchen ansah), die sich aber gut anfühlen und gut verarbeiten lassen. Dann machts auch mehr Spaß! (Und manchmal finde ich den Stoff im Nachhinein zumindest für daheim ganz okay. Im schlimmsten Notfall wird es halt ein Schlafgewand...).
  • Für den Kragen/das Bündchen am Hals habe ich für mich herausgefunden, besser zu mutig als zu lasch zu sein - also lieber ein bißchen kürzeres Bündchen als ein labbriges langes Ding. Schlimmstenfalls rafft sich der Ausschnitt mehr als gewollt, aber trotz mutigem "Kürzens" des Bündchens ist mir bislang immer eher das Gegenteil untergekommen - das Ding ist trotzdem noch zu lang.
Überzeugt, liebe Meike? Ich bin gespannt auf Shirts von Dir!