Freitag, 31. August 2012

Kreatives aus dem Kinderzimmer

Wie viele andere DIY-verrückte probiere ich mich neben Nähen und Stricken auch an vielem anderen aus. Bis auf spinnen und klöppeln gibt es kaum etwas, was ich nicht schon versucht hätte und mache dabei auch an der Grenze des "textilen Werkens" nicht halt.

Insbesondere für das Kinderzimmer gibt es viele schöne Ideen, die ich gern umsetzen würde, wenn ich nur die Zeit dafür hätte (und den Hintern hochkriegen würde...). Noch mag Möhrchen es sehr, wenn etwas von Mama gemachtes sein Zimmer ziert. Wenn er es eines Tages nicht mehr mag, höre ich vielleicht damit auf...

Vor einiger Zeit habe ich gerne mit Acrylfarben gemalt - sooo richtig kreativ war das zwar nicht, weil es eher ein Abmalen war, aber ich mag das Ergebnis trotzdem:


Die Fenster werden je nach Jahreszeit mit verschiedenen Tonkartonfiguren geschmückt. Manchmal hänge ich da der Zeit ziemlich hinterher und so hängen die winterlichen Bären manchmal auch gern bis Ostern. Dieses Jahr wurden sie nahtlos von den Fröschen abgelöst:


Mit Tonkarton bastele ich sehr gerne, weil es so simpel und wenig materialintensiv, aber vom Ergebnis her immer wieder schön (für Kinderzimmerfenster, finde ich. Ansonsten eher nicht...) ist.

Auch genäht wurde schon fürs Kinderzimmer. Ein Vorhang für das Kasperletheater oder ein Schafskuschelkissen nach dieser Anleitung von Tiffy Binenstich. Das ließ sich so super nähen, dass ich gleich noch ein zweites genäht und an ein Baby im Freundeskreis verschenkt habe. Ein bißchen Zeit muss man dafür allerdings einplanen, vor allem, wenn man nicht so geübt im Applizieren ist.


Puppenkleider nähen ist auch schön - man kann kleine und kleinste Reste verwerten und mal ehrlich - wenn man die Kleider kauft, sind sie ganz schön teuer, finde ich. Die selbstgemachten sind praktisch für umsonst und man räumt in der Restekiste auf ;-) Nach diesem e-book sind der Body und ein Oberteil (das gerade irgendwo verschollen ist) entstanden. Den Overall hat meine Mama gestrickt, da kann ich mich nicht mit fremden Federn schmücken, aber die Mütze, die ich hier schon einmal gezeigt habe, ist von mir genäht (und ging ruckzuck).



Irgendwann würde ich Möhrchen ja gern eine große bunte Tagesdecke aus Patchwork mit all seinen Lieblingsmotiven machen. Vielleicht sollte ich damit fertig werden, bevor er Mamas Werke nicht mehr sooo schätzt, dass er sie immer um sich haben will...?

LG
Poldi

Mittwoch, 29. August 2012

MeMadeMittwoch - der Neustart nach der Sommerpause! Juhu!

Endlich ist die lange Sommerpause vorbei und wir wissen, wie es mit dem tollen MeMadeMittwoch weitergeht! Ich freue mich sehr, dass der MMM weiter besteht und dass mit dem eigenen MMM-"Wohnzimmer" eine tolle Lösung gefunden wurde. Und mit der neuen Crew, das finde ich ebenfalls klasse. Also rundherum Zufriedenheit und ein herzliches Dankeschön an alle, die den MMM weiterführen!

Zufrieden bin ich nun auch endlich mit den beiden hier gezeigten Me-Mades. Der Jeansrock nach einem Schnitt von Allerlieblichst hat schon einige Modifikationen hinter sich: der doppelte Bund, den die Anleitung vorsah, nervte durch Wärme und Vortäuschen von mehr Fülligkeit rund um die Taille als vorhanden*. Nach einer längeren Probephase (oder auch Faulheitsphase, ich hatte einfach keine Lust, den Bund wieder abzutrennen) siegt dann doch die Vernunft und ich machte mich an die Änderung. Mit einem einfachen Bund waren die genannten Probleme dann beseitigt, aber schnell kam ein neues: der Rock rutschte, weil das Bündchen schnell ausleiert. Mit einem Gummiband, im Zickzackstich aufgenäht, ist nun aber auch dieses Problem behoben. Letztes Problem ist das Material, ein sehr dünner Jeansstoff von Frau Tulpe, der sich angenehm trägt, aber kaum Halt hat. Daher knittert der Rock stark und die Taschen hängen auch gerne herunter, vielleicht auch wegen der (zu) schweren Knöpfe. Die Taschen habe ich festgenäht, aber am Material selber kann ich nichts ändern. Also am besten den Rock nicht aus zu labberigem Material nähen... Von den Kosten her blieb der Rock mit Kosten für den Schnitt (5,40 €), den Stoff (12 €) und den Knöpfen (ca. 2 €) überschaubar; das Bündchen hatte ich noch in meinem Vorrat.
Ob ich den Rock nochmal nähe? Eher nicht. Zum einen hat er mich dann doch mit den Änderungen etwas genervt und zum anderen ist er durch den Schnitt und Taschen recht besonders. Einmal reicht, denke ich, vor allem, da man ihn wegen der vielen Falten eher nicht aus Cord oder einem anderen herbstlichen Material nähen kann.

Auch am Knotenbolero Mila musste ich ein wenig basteln. Er stand hinten unschön ab. Eine richtige Lösung habe ich dagegen leider nicht gefunden - ich habe beim Schnitt einfach die kürzere Variante gewählt und nun liegt er hinten besser an. Wie ich die längere Variante ohne "Stippen" hinkriege, das frage ich mich allerdings...
Zum Material: Der Bolero ist aus einem ganz tollen, weichen Ringeljersey, ebenfalls von Frau Tulpe. Die Materialkosten lagen für den Jersey bei 12 € und für den Schnitt kamen, wenn ich mich richtig erinnere, nochmal 5,90 € dazu. Da ich den Bolero aber sicher noch ein, zweimal nähen werde, zählt das eigentlich gar nicht richtig. Und da vom Jersey noch so viel übrig ist, dass ich daraus locker noch ein paar Ärmel für Möhrchen-Pullover herauskriege, war der Bolero alles in allem praktisch umsonst ähh, preislich echt okay.
Werde ich den Bolero nochmal nähen? Aber sicher, er ist ein klasse Kombiteil (und vielleicht finde ich ja noch heraus, was ich gegen das "Stipp"problem der längeren Version machen kann...)




Viele tolle Outfits findet Ihr hier auf der neuen Seite des MeMadeMittwochs! Ich freue mich schon, dort zu stöbern!

LG
Poldi

* auch wenn es auch ohne den Doppelbund gerade leider zu viel ist...



Dienstag, 28. August 2012

MMM - die Generalprobe

Wie viele andere habe ich mich gestern auch sehr gefreut, dass der MeMadeMittwoch weiter geht. Auch dass der MMM künftig sein eigenes Wohnzimmer hat und nicht mehr alle Arbeit und "Verantwortung" an Catherine hängt, finde ich gut. Ich habe sie wirklich für die Disziplin bewundert, jeden Mittwoch mit einem schicken Outfit parat zu stehen und uns alle auch noch in ihrem Wohnzimmer zu empfangen und kann gut verstehen, dass es ihr nach etwas mehr "Privatsphäre" in ihrem Blog ist.

Letztlich haben mich die vielen schönen selbstgefertigten Kleidungsstücke beim MMM dazu gebacht (wieder) für mich zu nähen. Selbst auf die eher "mainstream"-Kleidungsstücke wie Amy, Joanna, Shelly usw. wäre ich ohne den MMM nie gestoßen. Ich hätte mir wahrscheinlich, ganz wie früher, eine Burda gekauft und mich daran versucht. Ob ich damit glücklich geworden wäre, bezweifele ich. Der MMM bietet eine solche Fülle an Ideen und man kann sie vor allem an ganz normalen Frauen bewundern - nicht an Models, an denen vieles gut aussieht, was an Normalofrauen einfach nur schrecklich anmutet. Auch auf viele tolle Blogs, die weit mehr als "nur" Erwachsenenkleidung bieten, wäre ich ohne diese Vernetzung nie gestossen und daher sage ich schon einmal ein herzliches Dankeschön an die MMM-Crew.

Morgen geht es wieder los - juhu! Ich freue mich schon auf ganz viele Herbstinspirationen. Ich selber hänge noch im Sommernähen fest, nachdem ich mir eine für mich recht umfangreiche Aufgabe (Cambie-Dress) gesucht habe. Bislang waren meine Nähprojekte eher in ein, zwei Abenden zu bewältigen, aber an Cambie mache ich schon ein bisschen länger herum. Aber danach ist dann Schluss mit sommerlich und ich versuche, mich nähtechnisch etwas auf den Herbst einzustellen (aber vorher vielleicht noch ein, zwei Shellys...?). Außerdem werde ich mich dann endlich an Herren-Schnitten versuchen, aber psssst - der Hausherr liest manchmal mit und es soll ja ne Überraschung werden.

Wie auch immer - heute starte ich mal meine ganz private Generalprobe für den MeMadeMittwoch und morgen werde ich dann hier begeistert schmökern.

Shirt "Shelly" und Allerlieblichst-Jeansrock (mit diversen Änderungen...)

Sonnige Grüße
Poldi

Sonntag, 26. August 2012

Gerade noch auf dem Ballen...

...und schon in der Waschmaschine!

Die Beute vom heutigen Stoffmarkt in Potsdam, wo ich bei sonnigem, aber windigem Wetter vor allem bei Jerseys zugeschlagen habe (und da bevorzugt - der Streifenmonat wirkt nach - bei geringelten Jerseys). Und mir endlich Futterstoff für Cambie besorgt habe; nun kann es damit auch weitergehen!

Statt zu nähen wird hier momentan eher gestrickt: endlich ist das endlose Vorder-/Rückenteil meines zuletzt hier gezeigten Strickjäckchens fertig. Ich bewundere ja alle, die ein gestricktes Teil nach dem anderen produzieren. Wann macht Ihr das? Ich habe echt grossen Respekt vor den Schnellstrickerinnen!

Außerdem herrscht wieder mal der Backwahn: Möhrchen hat ein neues Buch - und das backen wir jetzt ein bißchen zwanghaft durch. Heute waren die Partymuffins dran. Was daran "Party" ist, weiß ich zwar nicht, aber sie sind ganz lecker, wenn auch keine absolute Offenbarung. Aber Möhrchen als dem größten Mausfan in und um Berlin ging es sowieso mehr um die Maus!

Der Backwahn hat noch weitere Wellen geschlagen - ich habe zum ersten Mal einen schwäbischen Sauerkrautkuchen  (schmeckt ein bißchen wie Zwiebelkuchen, nur mit Sauerkraut) und schwäbische "Seelen" (salziges Hefegebäck mit Kümmeln - lecker!) gebacken und dafür ein seltenes Lob des Hausherrn erhalten. Normalerweise kocht er bei uns und steht meinen Kochkünsten kritisch gegenüber - nicht ganz ohne Grund, denn ich hatte mal eine verschärfte Weightwatchers-Phase und da hat er ziemlich gelitten. Obwohl die Sachen ja eigentlich sehr lecker sind. Aber für einen Männerhunger manchmal zu wenig "habhaft". Meiner hatte jedenfalls zu dieser Zeit immer nur Hunger :-(.

LG
Poldi

Mittwoch, 22. August 2012

Volltreffer-Nähfragezeichen

Meike fragt in ihrem aktuellen Nähfragezeichen nach Näh-Volltreffern:



Näh-Volltreffer
Stellt euch vor, eine Freundin interessiert sich latent für das Nähen von erwachsenen Kleidung. Welches Projekt würdet ihr ihr als erste Erfolgserlebnis vorschlagen. Und welches zweite oder dritte. Andersrum gefragt. Bei welchen selbstgenähten Kleidungsstücken habt ihr bisher die meisten Aaahs und Ooohs bekommen. Ohne welche Näh-Erfolge könnt ihr nicht mehr leben. Was waren eure "Volltreffer"?

Mein erstes Näh-Erfolgserlebnis mit Erwachsenenkleidung  nach dem "Wiedereinstieg" nach einer langen Nähpause war - wie bei einigen anderen schon gelesen - auch eine Valeska. Allerdings hatte ich mich da vorher schon an verschiedener Kinderkleidung probiert und war auch keine reine Anfängerin. Mit etwas Unterstützung beim Annähen des Jerseybündchens bin ich aber mit der Valeska gut zurecht gekommen.

In der Rückschau würde ich aber wahrscheinlich als Einstiegsprojekt einen noch einfacheren Rock - so wie diesen - wählen. Schlichter Schnitt, Jerseybündchen dran, fertig. Keine Taschen, keine Raffungen etc. Witzigerweise habe ich für den aber "aaahs" und "oooohs" bekommen (sogar von meinem Mann), was vielleicht auch am Stoff lag.

Leicht gefallen ist mir überraschenderweise - da Jersey - auch eine Joana, die ich kurz danach genäht habe (bei der ich allerdings alles, was komplizierter sein könnte, weggelassen habe).

Probleme hatte ich mit dem Schnitt Amy (das Röckchen habe ich wohlweislich auch noch nicht gezeigt), der sitzt bei mir irgendwie nicht gut und der Reißverschluss ist auch eine Hürde, die ich fast gerissen habe. Der hätte mich als Erstlingswerk eher gefrustet.

Was sicher auch einfach ist, wenn man den "Dreh" weiß oder eine gute Anleitung hat, ist ein Loop-Schal. Ich habe letzten Winter einen genäht, allerdings mit Knoten im Hirn und daher Problemen  mit dem "Dreh". Aber grundsätzlich super einfach zu nähen, es sind ja nur gerade Nähte.

Schlichte Taschen ohne alles - wie bereits in den Kommentaren bei Meike vorgeschlagen - sind sicher auch sehr dankbar. Im letzten Nähkurs hat eine absolute Anfängerin einen hübschen Beutel gefertigt. Da machte dann auch die Stoffauswahl viel aus - und für eine kleinere Tasche braucht man ja nicht viel, so dass das Risiko des Verhunzens des guten Stoffes sich im (preislichen) Rahmen hält.

LG
Poldi


Dienstag, 21. August 2012

Streifenmonat Juli - Finale mit Mila und Passformproblem mit Cambie

Meinen Beitrag zum Finale des Streifenmonats Juli hatte ich vor ein paar Tagen schon gezeigt, allerdings an der Puppe locker drübergeworfen, nicht an mir, weil noch ein bißchen was nachzubessern war.

Hier ist er nun an der Frau, zwar schlecht hingezuppelt und ebenso kombiniert, aber es musste schnell gehen, der Fotograf ist nicht der Geduldigste.

Auch wenn ich an der Passform des Boleros immer noch ein bißchen was zu meckern habe (auf dem Bild sieht man auch, dass er nicht so dolle sitzt), finde ich ihn doch ganz nett und brauchbar und werde ihn mir in einfarbig sicher noch ein-, zweimal nähen. In Streifen bzw. Ringeln dagegen nicht mehr, denn eigentlich habe ich für so eine geringelte "Ergänzung" zu meiner Garderobe nicht so den dringenden Bedarf. Vieles davon ist ohnehin gemustert, da muss dann ein einfarbiges Modell ran.

Mein Fazit für den Streifenmonat: meine beiden Streifenmodelle sind nur mittelmäßig geliebt, was auch daran liegt, dass ich das Top Martina nicht so gelungen finde (und bisher nicht getragen habe) und der Bolero erst jetzt fertig ist und zudem mir auch ein paar Rätsel ("Stipp-Problematik") aufgegeben hatte.

Nun zu meinem neuesten Projekt, das mich als "Anfängerin mit Vorkenntnissen" (diese Kategorie kenne ich aus dem Skiurlaub, passt hier auch ganz gut für mich ;-)) ziemlich fordert: Das Cambie-Dress von Sewaholic.

Es fordert mich in mehrerer Hinsicht: mein Stoff vom Markt reichte nicht und ich mußte schummeln. Dachte erst, man sieht es nicht, aber es fällt total auf. Naja, egal, ich habe das Kleid sowieso aus preiswertem Stoff probenähen wollen, weil ich schon fürchtete, dass die Passform etwas schwierig wird bei mir. Oberweite und Taille passen bei mir nämlich nicht recht zusammen und ich war unschlüssig, ob ich die passende Oberweitengröße zuschneiden und die Taille anpassen oder ob ich es umgekehrt machen soll. Habe mich dann für die passende Taillenweite entschieden, aus Angst, die Abnäher nicht vernünftig hinzukriegen und in der Hoffnung, dass es obenrum wundersamer Weise doch passt, aber es ist einfach zu weit, insbesondere unter den Armen (dafür passt die Taille, juhu!).

Hier sieht man es ganz gut, es steht unter den Armen ab. Dass es an Bauch und Brust nicht ganz so knackig anliegt, kommt mir dagegen entgegen, daran will ich gar nicht so viel ändern. Ich habe mal auf einem der Bilder die Mehrweite in einer Art Abnäher abzustecken versucht und finde es gar nicht so übel - aber macht "man" sowas  überhaupt oder näht man eher die Seitennähte enger? Aber die sitzen von der Position her ganz gut. Und an welchem Zeitpunkt mache ich denn die Anpassungen? Sollte ich erst den Reißverschluss am Rücken einnähen, um den Sitz besser abschätzen zu können oder mir den Spielraum lassen und den RV nach den Änderungen vorne einnnähen? Schwierig...

Dass es sich am Rücken und an den Trägern bauscht, liegt daran, dass diese noch nicht angenäht sind bzw. dass der RV fehlt und ich nur in Houdini´scher Art mir vorhin selbst das Kleid am Rücken zugesteckt habe. Das wird also noch (hoffentlich...)





Ansonsten bin ich von dem Schnitt bisher sehr angetan - die Beschreibung ist knapp, aber auf das Wesentliche konzentriert und alles ist toll bebildert. Auch die Passform wäre sicher okay, wenn ich nicht das Probem hätte, dass auch meine Mitte etwas entschwunden ist und zwischen Taille und Brust nicht mehr so der Wahnsinnsunterschied in puncto Umfang liegt (grummel, liegt nicht an dem Minibrustumfang...).

Trotz der bösen "4" beim Alter vornedran und einem Kind mag ich mich mit diesem Verlust nicht so recht abfinden. Also keine Versöhnung bei mir. Zumindest noch nicht... Ein Kind, hey! Wenn ich 5 Schwangerschaften hinter mir hätte - aber so... Das mag ich für mich als Begründung nicht gelten lassen. Es frustet mich schon etwas. Vielleicht sollte ich nicht schmollen, sondern turnen. Hat jemand gute Übungen für eine schlanke Taille? (Schokoladeessen gehört ja leider nicht dazu...)

Liebe Grüße
Poldi

P.S: aber immerhin läßt eine nicht mehr ganz optimale Taille den Hintern schmaler aussehen, so im Gesamtverhältnis...Auch ein Trost für jemanden, der immer mit seiner Rückseite hadert.


Samstag, 18. August 2012

Doch noch rangesetzt...

...die Erfolgsmeldungen der Nähkränzchen haben mich doch noch motiviert. Da ich nicht mehr so viel Zeit habe (bin gleich bei den Nachbarn zu einer OG-Party* eingeladen), musste ein schneller Erfolg her. Zum Zuschneiden hatte ich keine Lust, also fiel ein schnelles Oberteil aus. Habe mich dann schließlich des Allerlieblichst-Jeansröckchens erbarmt, das schon seit mindestens 2 Monaten auf dem Stapel mit den Änderungen liegt.

Zur Erinnerung: die Anleitung empfiehlt ein hohes Bündchen. Mir kam das schon damals komisch vor, ich habe mich aber brav an die Anleitung gehalten und dem Rock auch in der Praxis eine Chance gegeben. Aber mit dem Doppelbund ist es einfach zu warm und daher wurde der Rock fast nicht getragen. Mal sehen, wie es jetzt wird. Ich habe den Bund abgetrennt und einfach halbiert.

Zudem zeige ich noch meinen fast fertigen Knotenbolero. Eine Nadel sitzt noch am Knoten, denn da muss ich noch von Hand etwas nachnähen, sonst sieht man ständig die Ovi-Naht innen. Der Knotenbolero stand am Rücken total ab und ich hatte zuerst keine Lösung. Bei PittiFours fand ich dann eine Lösung (danke an dieser Stelle!) - ich habe auch den höheren Rückenausschnitt genommen. Jetzt steht der Rücken an der Puppe immer noch ab, aber erträglicher als vorher. Finde ich. Vor der Korrektur war es wie ein Heckspoiler. Und ich fülle den Bolero vielleicht mehr aus als die Puppe. Mal sehen, ein Bild "in echt" folgt.

So, nun zu OG-Party!

LG
Poldi

* OG-Party= ohne-Grund-Party. Kannte ich vorher nicht, den Begriff. Dachte, da wird vielleicht das renovierte OG eingeweiht?

(K)eine schwere Entscheidung...

Ein kinder- und männerfreier Nachmittag hätte eigentlich gut am Nähplatz genutzt werden können, wo ein zugeschnittenes Kleid und ein noch nicht ganz finalisierter Knotenbolero um Aufmerksamkeit buhlen.

Aber wo heute so ein schönes Wetter war - ach nööööö. Nähen kann ich auch noch im Herbst - am Pool (ungestört!!) lesen und immer wieder reinhüpfen, nicht.

Meine Lektüre hat mich allerdings nur mittelmäßig gefesselt. Nachdem mich meine Lieblings-Krimi-Autorin Elizabeth George zunehmend enttäuscht (seit Helen tot ist, finde ich, sind die Bücher zunehmend weniger gut), bin ich auf der Suche nach einer neuen fesselnden Krimireihe auf Nele Neuhaus gestossen. Ich habe zuerst "Unter Haien" gelesen und fand es - entgegen mancher Rezensionen - gut. Nicht obersuperhammergut, aber gut. Und dass es nicht 100% realistisch ist - so what. Das viel höher geschätzt Buch von Nele Neuhaus "Schneewittchen muss sterben" hat mich dagegen nicht soooo gefesselt und gegen Ende musste ich mich ein bißchen anstrengen, um zum Ende zu gelangen. Naja, die Geschmäcker sind verschieden und ich bin weiterhin auf der Suche nach neuen fesselnden Krimis.

Und doch ein wenig angefrustet. Hätte ich nicht doch nähen sollen? So ein Nähkränzchen diszipliniert einen da ein wenig, wenn die Ablenkungen rufen...

Gehe jetzt ein wenig nähen.

Viele Grüße
Poldi

Sonntag, 12. August 2012

Kita-Ausrüstung komplett

So, nachdem ich den halben Nachmittag damit zugebracht habe, den Knotenbolero Mila zu optimieren (meines Erachtens relativ erfolgreich...), ist nun auch der Wäschebeutel für die Kita fertig.

Ich wollte ihn gerne wie eine Art Rucksack machen, gleichzeitig sollte er nicht zu kompliziert werden. Aus verschiedenen Tutorials im Internet habe ich mir dann "meinen" Wäschebeutel gebastelt.

Jetzt ist die Ausrüstung komplett:






Anleitungen von hier für den Korpus und hier für die Technik, wie man die Kordel einzieht (ich bin zu dusselig dafür, mir so etwas auszudenken...).

Material: Stoff, 86 x 32 cm, 3 Meter Kordel

Wenn man den Dreh mit den Kordeln raushat, sehr sehr einfach.

Viele Grüße
Poldi

Noch mehr Autos

Für den morgigen Kitastart muss ich nur noch rasch einen Turnbeutel nähen. Kein Problem :-)

Vorher zeige ich Euch aber noch ein Erfolgserlebnis, nämlich einen schon etwas herbstlich anmutenden Pullover aus dickerem Jersey mit dem passenden Automotiv. Inzwischen fiel mir auch wieder ein, wie der Stoff heißt, nämlich Töff-Töff von Hilco. Der Jersey ist wirklich super und ließ sich 1A verarbeiten. Ich hatte ihn im Frühling auf dem Stoffmarkt ergattert. Als ich gerade zu dem Stoff verlinken wollte, habe ich gemerkt, dass es ihn wohl gar nicht mehr so einfach gibt.

Der Schnitt ist einer, den ich schon öfter erprobt habe, nämlich Xater von Farbenmix. Ich nehme für Möhrchen gerne die etwas weitere Variante, wobei die schon sehr weit ausfällt. Beim Halsbündchen habe ich das Bündchentutorial von Hamburger Liebe ausprobiert - bis auf den Umstand, dass meine Autos aus Versehen Kopf stehen, bin ich zufrieden.

Xater ist schnell genäht und auch für Anfänger gut machbar.







Also, wie schon gesagt, ein schnelles Erfolgserlebnis. Das war auch nötig, denn gestern abend habe ich mich an einer Mila, dem Knotenbolero von smila´s world versucht. Eigentlich lief es ganz gut und ich finde den Bolero auch echt schön - nur das Rückenteil steht am Saum total ab. Das scheint wohl ein häufiger auftretendes Problem zu sein. Mir ist nur in den Weiten des Netzes noch keine Lösungsmöglichkeit begegnet, aber ich werde mal weitersuchen.

Viele sonnige Sonntagsgrüße
Poldi

Freitag, 10. August 2012

RudiTWO für das Kindergartenkind

Vor einigen Wochen haben ich bei Lillesol und Pelle das e-book für die Kindergartentasche RudiTWO gekauft, um für Möhrchens Kindergartenstart (am kommenden Montag!! endlich!!) eine Kindergartentasche zu nähen, in die das Kindergartenkind dann das mitzubringende Frühstück, die Obstpause und diversen Kleinkram packen kann.

Auch wenn der Kauf der Zutaten zunächst auf ein paar Hindernisse gestossen ist, konnte ich doch die vergessenen Dinge bei Frau Tulpe besorgen und loslegen.

Außen habe ich einen schönen Autostoff ausgewählt, (aus demselben Design habe ich auch schon ein etwas wärmeres Langarmshirt für den Herbst für Möhrchen genäht), innen ist ein gepunkteter, abwaschbarer Stoff und das Gurtband habe ich noch mit einem Webband aufgehübscht, das die aktuellen Jungsträume in sich vereint - Bagger, Flugzeug, Lastwagen...

Das e-book war, wie ich auch schon bei anderen Schnitten von Lillesol und Pelle festgestellt habe, gut verständlich und es hat viel Spaß gemacht, die Tasche zu nähen - und sie wurde genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich bin richtig stolz! Und das Beste: dem Kindergartenkind in spe gefällt sie auch. Nun muss ich "nur" noch aus dem Rest des Autostoffes einen Turnbeutel nähen. Aber daran sollte der Kindergartenstart nicht scheitern.

Insgesamt hoffe ich, dass Möhrchen sich im Kindergarten rasch eingewöhnt - nachdem er schon seit fast zwei Jahren in die Kinderkrippe gegangen ist, denke ich, dass das gut klappt und er sich freut, bald wieder unter Kindern zu sein. Die letzten vier(!!) Wochen waren gegen Ende für alle Beteiligten anstrengend.

Hier nun die Tasche!!


Schnitt: e-book RudiTWO von Lillesol und Pelle - gut beschrieben, empfehlenswert!
Kosten: e-book 4,90 €, Stoff ca. 20 € (aber noch ganz schön viel übrig...), Zutaten ca. 10 €. Ganz schön teuer...aber nach dem Schnitt nähe ich auf jeden Fall nochmal eine Tasche. Man kann danach nämlich auch sehr schöne Erwachsenentaschen fertigen.
Mache ich nochmal: ja!!!

Übrigens: bei MyMucki kann man eine RudiTWO-Kindergartentasche gewinnen! Ein toller Preis, finde ich!

Viele Grüße
Poldi

Einschulungsgeschenk - ein Rock!

Morgen sind wir bei der Einschulungsfeier der großen Tochter von Freunden eingeladen - und was wünscht sich das Schulkind in spe? Einen Rock oder etwas anderes selbstgenähtes. Inspirationsquelle für den Wunsch war dieser Rock von mir (der sich übrigens im Alltagseinsatz sehr bewährt hat - echt ein unkomplizierter, netter Sommerrock).

Leider war von dem Stoff nicht mehr so viel übrig, dass es für einen ähnlichen Rock gereicht hätte, daher musste ich ein bisschen stückeln und habe schließlich einen Stufenrock nach der Vorlage aus diesem Buch genäht.


 Auch wenn in der Einleitung des Buches behauptet wird, es handele sich um in dem Buch sämtlich um Projekte, die man innerhalb eines Nachmittages gut bewältigt bekommt, habe ich doch zwei Abende und noch ein bißchen dafür gebraucht. Der Rock war zwar überhaupt nicht schwierig zu nähen, aber letztlich sind es halt doch einige Arbeitsschritte bis zum fertigen Ergebnis.

Ich hoffe nun, dass das Röckchen gefällt und vor allem auch passt. Ohne Anprobe und sogar ohne Maße der Beschenkten (es soll ja eine Überraschung werden) liegt das alles etwas im Ungefähren...





Viele Grüße
Poldi

Mittwoch, 8. August 2012

Das aktuelle Nähfragezeichen



 

Meike fragt in ihrem aktuellen Nähfragezeichen nach unseren Vorlieben für Schnittmuster und welche Preise wir dafür bereit sind auszugeben: 

Schnittmuster-Preise
Was für Schnittmuster kauft ihr am liebsten (Einzelschnitt, Zeitung, siehe oben) und wie viel seid ihr bereit, für ein Schnittmuster zu zahlen. Woran hängt eure Zahlungsbereitschaft (z.B. gute Erfahrung mit der Firma, zahlreiche Variationsmöglichkeiten...)?

Auch wenn ich noch nicht so lange wieder ins Nähen eingestiegen bin, habe ich doch inzwischen schon verschiedene Schnittmusterbezugsquellen und -varianten ausprobiert. 

An Schnittmuster mit Einzelgrößen hatte ich mich bislang noch nicht heran gewagt. Mich schreckte vor allem die Vorstellung ab, mich schon bei der Bestellung auf eine Größe festlegen zu müssen, ohne zu wissen wie der Schnitt ausfällt. Zudem habe auch ich das Problem, mehrere Größen auf meinem Körper zu vereinen und auch größentechnisch etwas zu schwanken, je nach Jahreszeit, Aktivitäten in sportlicher Hinsicht und Essgewohnheiten... Die Option, dann im Zweifel ein gern getragenes Teil auch mal ne Nummer größer nähen zu können, habe ich daher gern in der Hinterhand. Zudem finde ich einige der Einzelgrößenschnitte zu teuer.

Dennoch habe ich mich - inspiriert durch die Rabattaktion und vor allem durch die von Dir, liebe Meike, präsentierten Teile - zum Ende der Rabattaktion noch bei der Schnittquelle eingedeckt in der Hoffnung, dass die vermessene Größe auch stimmt. Ich werde berichten.

Mehrgrößenschnitte kaufe ich gerne und habe sie inzwischen in recht großer Zahl - längst noch nicht alle auch umgesetzt. Ich kaufe vor allem Schnitte, die ich vorher in anderen Blogs bereits umgesetzt und für toll befunden habe und bin dann auch bereit, bis zu einer Schmerzgrenze von 10 - 15 Euro zu gehen, je nachdem, wie mir der Schnitt gefällt. Ich blättere dann auch gerne in den Schnitten und den Anleitungen und schwelge darin, was ich alles nähen könnte, wenn ich die Muße dazu hätte...kurz gesagt, sind die Schnitte für mich dann nicht nur Arbeitsgrundlagen, sondern irgendwie auch Inspiration und "Bilderbücher" für Große.

Dabei stört mich dann auch nicht, wenn diese Schnitte in englisch sind (das verstehe ich ganz gut) oder auch in anderen Sprachen wie dänisch. Nur japanisch würde meine Kombinationsgabe derzeit noch überfordern!

Aus Zeitschriften habe ich für mich noch nicht so viel ausprobiert, sondern eher für Möhrchen. Ich finde die Ottobre ganz ansprechend, weil es nicht zu viele Schnitte auf einmal sind und ich nicht das Gefühl habe, total überflutet zu werden. Mein bislang einziges für mich aus einer Ottobre umgesetztes Projekt glückte mir nur so mittelmäßig und ich fand die Anleitung teilweise auch nicht so überzeugend. Die Burda habe ich - ehrlich gesagt wegen der Werbeprämie - aktuell abonniert, werde sie aber wieder kündigen, weil mich darin nicht so viel anspricht. Ich hoffe aber, den einen oder anderen Nähtipp daraus zu bekommen.

Manchmal, besonders für Kinder, nähe ich auch gern aus Büchern, z.B. aktuell einen Mädchenrock aus diesem Buch, allerdings gibt es für Erwachsene wenig schöne Inspirationen aus Büchern (zumindest scheine ich sie nicht zu kennen).

E-Books habe ich in letzter Zeit viele gekauft und danach genäht, weil es einfach verführerisch ist, jetzt und sofort loslegen zu können, wenn einem eine Idee im Nacken sitzt. Aber ganz ehrlich: jetzt und sofort lege ich eigentlich selten los, weil mir meist irgendeine Zutat zu dem Projekt fehlt, denn so gut ist mein Vorrat insbesondere an Kurzwaren zu Hause nicht.

Der Zeitvorteil ist somit eher theoretischer Natur. Nervig dagegen ist das Zusammenkleben, zumindest bei Erwachsenenkleidung. Ich habe zum Beispiel noch die Bögen für das Evadress ausgedruckt auf meienm Nähtisch herumfahren, weil ich das Kleid echt toll finde und in einigen Blogs schöne Modelle davon gesehen habe. Ob ich die 81000 Blätter jemals zusammentackern werde, steht allerdings in den Sternen.

Für kleinere Dinge und Accessoires finde ich e-books aber super, auch aus Kostengründen, weil ja das Porto wegfällt (und damit auch immer die Überlegung, was man denn noch zusätzlich bestellen könnte, damit sich das Porto lohnt...)

Klasse finde ich e-books dann, wenn man sich, wie z.B. hier bei diesem Schnitt von Lillesol und Pelle die benötigte Größe direkt ausdrucken kann. Dann bastele ich auch gerne kurz die paar Blätter zusammen.

Grundsätzlich sind die e-books zwar schön ausführlich und gut bebildert. Leider habe ich aber bei dem einen oder anderen e-book auch schon die Erfahrung gemacht, dass die Anleitungen trotzdem nicht so toll verständlich sind und immer dann, wenn es für mich kniffelig wird, etwas im Ungefähren enden... Aber da gibt es solche und solche.

Momentan warte ich gespannt wie ein Flitzebogen auf zwei Colette-Schnitte, die schon ewig zu mir unterwegs sind. Da hätte ich dann doch gerne ein e-book...

Fazit: Bislang habe ich für Erwachsenenkleidung die besten Erfahrungen mit Mehrgrößenschnitten gemacht, wobei meine preisliche Schmerzgrenze für Schnitte aus Deutschland bei ca. 10 Euro liegt (für Schnitte aus dem Ausland wie Colette oder Sewaholic können es auch mal ausnahmsweise ein paar Euro mehr sein.).

Viele Grüße
Poldi