Mittwoch, 26. September 2012

MeMadeMittwoch im Zeichen des Äpfelchens

Unsere Apfelbäume haben uns - vor allem dem Hausherrn - in letzter Zeit viel Arbeit beschert. Viele hundert Kilo Äpfel wollten geerntet werden (dabei haben wir "nur" vier Bäume, aber sie tragen sehr gut und mussten sogar abgestützt werden) und wurden zur Lohnmosterei gefahren. Viele Fruchtfliegen waren unsere Begleiter...

Fast 500 Liter Apfelsaft haben wir nun - reine Bioqualität und so lecker, dass sich die Mühe echt gelohnt hat. Für den Saft haben wir im Freundeskreis schon jede Menge Abnehmer, 500 Liter trinken wir nun doch nicht alleine, auch wenn er lecker ist.

 Als kleine Erinnerung (und weils mit der neuen Ovi soo viel Spaß macht) ans fleißige Apfelernten habe ich aus dem schönen Jersey "An Apple a day" von der Hamburger Liebe eine Shelly genäht. Unoriginell, ich weiß, aber ich mag sie trotzdem. Zum ersten Mal mit dem großen Kragen und mit langen Ärmeln. Der Kragen ist etwas ungewohnt, aber schön kuschelig.




Und da ich den Schnitt gut und echt easy finde, werdet ihr ab und an weitere Shellys an mir sehen dürfen.

Schnitt: Shelly

Änderungen: ich schneide den Ausschnitt bei Shelly etwas flacher zu, da er mir sonst zu tief ist. Die Ärmelbündchen habe ich ganz schmal gemacht, meine Arme sind eh kürzer als der Durchschnitt und mit den vorgeschlagenen langen Bündchen wäre das viel zu lang geworden. Ansonsten einfach nur den Ausschnitt schön gereiht, damit er nicht zu weit ist. Die Bündchen nochmal mit der Zwillingsnadel abgesteppt, das sieht schöner aus.

Kosten: Der Äpfelchen-Jersey war nicht ganz günstig, ich habe insgesamt so 20 € in Erinnerung (er liegt hier schon ein Weilchen), dafür war der Bündchenstoff mal aus einem Überraschungspaket von Michas Stoffecke und damit sehr günstig also praktisch umsonst, denn er lag hier nur herum.

Mache ich nochmal: ja, mindestens noch einmal, ich hätte gern noch eine Langarm-Shelly, aber dann ohne den Kragen. Auch weitere Kurzarmshirts sind nicht auszuschließen.

Alle anderen produktiven Damen und Herren treffen sich heute hier beim MeMadeMittwoch, wo Catherine ihr fabelhaftes neues Bürokleid (bei dessen Entstehen wir praktisch live dabei waren) vorstellt!

LG
Poldi






Montag, 24. September 2012

Die Overlock in Aktion - Teil 1

Natürlich habe ich das verbleibende Wochenende gut genutzt und mit meiner neuen Overlock gewerkelt. Ein bißchen für mich und ein bißchen für Möhrchen.

Das Shirt für Möhrchen ist schon fertig und wurde heute bereits dem harten Kita-Praxistest unterzogen. Alleine an- und ausziehen - wenn das die Nähte aushalten, spricht das für die Nähte.

Möhrchen ist auch ganz stolz auf sein "Bobmeister"-Shirt:


Schnitt: Xater von Farbenmix in der weiteren Variante
Jersey: Cool Tools und etwas Ringeljersey vom Stoffmarkt

Endlich trau ich mich auch mal, meine bisher gehüteten Jerseyschätze anzuschneiden. Bislang hattte ich immer Sorge, die alte Ovi verhunzt sie...

Ich bin dann mal wieder nähen.

Viele Grüße
Poldi

Samstag, 22. September 2012

So schnell kann es gehen!

Zum Nähmaschinencenter gefahren, ausprobiert und verliebt. Und gleich mitgenommen, aufgebaut, in weniger als 30 Minuten startklar gewesen. Die ersten Nähte genäht, ein bißchen herumprobiert, eine neue Farbe eingefädelt und begeistert gewesen. Das sind Lichtjahre zur L*dl-Maschine. Wobei ich fair bleiben und auf die Preisunterschiede achten muss - das ist ein bisschen einen Mercedes mit nem Fiat Panda vergleichen.

Das einzige, woran ich mich noch gewöhnen muss, ist, dass die Bernina (zumindest in der Version 800DL) keine Auffangschale für die Fäden, Stoffreste usw. hat. Ich habe nun aus dem Nähmaschinenladen so ein "Brett" mit einem Auffangbeutel, das ist für mich noch ziemlich gewöhnungsbedürftig, weil ich eigentlich immer ganz nah am Tisch sitze und nun das Brett herausragt (auf dem Foto ist es nicht in der "richtigen" Position.

So, jetzt wird genäht, dass die Maschine glüht. ;-))

Begeisterte Grüße
Poldi

Nachtrag:

Kann schon das allererste Arbeitsergebnis präsentieren - ein Knotenmützchen nach einem schon einmal hier gezeigten freebie von Klimperklein für ein winziges Baby, das acht Wochen zu früh auf die Welt gekommen ist. Mal sehen, ob ihm die allerkleinste Variante der Mützen bald passt; nachdem ich so lange für das Mützchen gebraucht habe, ist er ja vielleicht schon ein bißchen gewachsen...


...von innen - seht Ihr die wunderschönen Nähte?




Time to say good-bye...

... weg ist sie, die Overlock, losgeschickt zum Kundendienst, der ihr hoffentlich wieder neuen Schwung einhaucht.

 Aber egal, wie es mit der L*dl-Maschine weitergeht - der Streik derselben sowie ein kleiner, aber unerwarteter Geldsegen haben es mir leicht gemacht, mich für eine neue Maschine zu entscheiden. Vielen Dank schon einmal für alle Tipps für eine neue Ovi. Ich tendiere gerade zu einer Brother, weil meine normale Nähmaschine auch von Brother ist und ich sehr zufrieden mit ihr bin (und mit dem Tipp, den mir R. von LaLunaZ damals schon gegeben hatte. Wahrscheinlich höre ich auch dieses Mal wieder auf Dich, R. ;-)).

Allerdings liebäugele ich auch noch ein wenig mit einer Bernina 800 DL, weil das, was ich in diversen Foren über sie gefunden habe, Lust auf mehr macht. Aber wahrscheinlich muss man sich die Maschinen live ansehen.

Ich hoffe, ich schaffe es, nachher mal zum Nähmaschinencenter zu fahren und zu gucken.

Viele Grüße
Poldi



Mittwoch, 19. September 2012

MeMadeMittwoch oder der Rock,...

...der meine Ovi auf dem Gewissen hat. Als ich nämlich ganz "profimäßig" die Seitennähten mit der Ovi nähen und gleichzeitig versäubern wollte, nahm das Elend seinen Lauf. Ich schiebe es aber der Ovi und nicht dem Rock zu und mag ihn trotzdem:


Zum Schnitt (Valeska von Farbenmix) muss ich ja nicht mehr viel sagen. Ich habe ihn hier das dritte Mal genäht (vorher schon einmal hier und einmal hier vorgestellt) und mag den Schnitt gerne. Ich finde allerdings auch, dass er sehr groß ausfällt und für mich hat es sich als ganz passend heraussgestellt, ihn einfach eine Größe kleiner zu nähen, dann kommt das gut hin, auch oben, wo es enger sitzt.

Mit dem Stoff sollte ich mich besser nicht auf Catherines Küchenstühle setzen, es besteht die Gefahr, dass man irgendwann nicht mehr weiß, wo der Rock anfängt und der Stuhl aufhört. Der Stoff ist also von Ikea, eigentlich ein Dekostoff und daher recht fest, was dazu führt, dass der Rock an den Kräuselungen etwas absteht. Mir gefällt das aber gut, ich habe ja schonmal eine Valeska aus einem Ikeastoff genäht und mag das etwas steifere Stöffchen dafür gerne.

Mit Zackenlitze und Spitze am Saum noch etwas aufgehübscht:


Warum die Bilder wieder gedreht sind, weiß ich nicht, aber so lange ich geradeaus schaue, finde ich es weniger dramatisch...

Wie man sieht, habe ich dieses Mal kein Jerseybündchen angenäht, weil ich finde, dass sie im Laufe der Zeit sehr ausleiern. Statt dessen habe ich die "richtige" Bundlösung versucht - trägt sich auch ganz gut, ist aber mehr Arbeit und ich würde das Bündchen nächstes Mal auch schmaler machen als im Original vorgesehen.

Fazit:
Schnitt: Valeska von Farbenmix
Stoff: Ikea, Zackenlitze und Spitze von Frau Tulpe
Kosten: 6 € für den Stoff und 4 € fürs Getüddel (und evtl. ein paar Hundert Euro für eine neue Overlockmaschine)
Wiederholungsfaktor: mittelgroß. Ich habe ja jetzt drei Versionen von Valeska und andere Röcke, vor allem auch mit Verschluß (ich finde die sitzen irgendwie besser) reizen mich inzwischen mehr. Aber Valeska ist ein schöner Schnitt und ich sag hier bestimmt niemals nie!

Wer bis hierhin durchgehalten hat, wird von mir noch bestürmt, mir Tipps für eine gute und vor allem einfach zubedienende Ovi im Preissegment bis 500 € hat. Auch wenn L*dl meine alte evtl. wieder zum Leben erweckt hat sie doch die längste Zeit für mich ihren Dienst getan.

So, und nun schaue ich mir die anderen schicken Outfits beim MeMadeMittwoch an und danke dem Orgateam (heute Lucy) ganz herzlich für die Arbeit, die sie in den MMM hineinstecken!

LG
Poldi




Montag, 17. September 2012

Meine Ovi...

...ist ja gestern in einen spontanen Streik getreten. Ich bin immer noch gefrustet...

Immerhin zeigte sich der Service von L*dl sehr kulant. Ich solle das Maschinchen einschicken, es höre sich nach einem Garantiefall an. Aber 14 Tage wirds dauern, mindestens. Hmpf. Das sind dann wahrscheinlich eher drei bis vier Wochen... Ich überlege ja trotzdem noch, ob ich den Streik als Wink mit dem Zaunpfahl nehmen und mir eine vermeintlich bessere Maschine kaufen soll. Zumindest mit dem Einfädeln und dem Einstellen der Stiche bin ich mit der L*dl-Ovi bisher nicht hundertprozentig glücklich gewesen. Es war bislang immer mehr so Arrangieren als ein völliges Glücksgefühl...und neue Sachen wie z.B. Rollsäume hab ich mich bislang überhaupt nicht auszuprobieren gewagt aus Sorge, dass ich das Ding nie wieder so eingestellt kriege wie es mal war.

Allerdings muss man für eine einigermaßen vernünftige Maschine (etwas besser und einfacher zu bedienen als die L*dl-Maschine sollte sie dann schon sein) ja doch einiges Geld in die Hand nehmen und ich bin gerade ziemlich unentschlossen, was ich daraus machen soll (das Teufelchen auf meiner Schulter schreit allerdings schon "kaufen, kaufen, kaufen!") ;-)) Was soll ich da tun?

LG
Poldi

Sonntag, 16. September 2012

Pläne, Ideen, Träume und Frust

Getreu dem Motto "an apple a day keeps the doctor away" habe ich heute gleich nochmal einen Apfelkuchen gebacken; dieses Mal zum selber verputzen. Unten Hefeteig, oben Streusel, dazwischen Boskopäpfel, das Ganze mit Vollwert-/Dinkelmehl. Sehr lecker!

Mit einem Stück Kuchen und einem Tässchen Kaffee wollte ich eigentlich einen Plan erstellen: ich nähe gerade etwas planlos, bin immer noch an Sommersachen zugange und habe inzwischen viele, viele Stoffe gehortet - vor allem Jerseys. Zwei Jerseykleider für den Herbst und vor allem das lange versprochene Geburtstagsgeschenk-T-Shirt für den Mann warten schon.

Meine "älteste" Jugendfreundin hat mir dieses schöne Büchlein (auch selbstgemacht) zum Geburtstag geschenkt und ich nutze es für Näh- und Strickideen, Pläne, Materiallisten usw. So eine Art Pinterest auf Papier.

Der Plan ist nicht mehr ganz aktuell, aber schließlich kann man den Plan ja auch mal ändern ;-)

Dann überlegte ich, ob ich es wage, mich bei Cats und Lucys Wintermantel Sew-along einzureihen. Ich hätte ja Lust auf einen sew-along, aber so richtig brauche ich keinen Mantel und ich habe auch Bedenken, ob das nicht drei Nummern zu groß für mich ist. Ein bißchen liebäugele ich noch mit dem Minoru Jacket von Sewaholic, obwohl das ja streng genommen weder Mantel noch wirklich winterlich ist, aber dafür hätte ich eher Bedarf... Ein richtiger Wintermantel passt gerade irgendwie nicht zu mir und meinen "Anforderungen"...

Zudem habe ich seit heute nachmittag noch ein Problem, was die Ausrüstung angeht. Meine zugegebenermaßen nicht gerade hochpreisige Overlockmaschine von Lidl (Silvercrest) hat mir eine etwas dickere Stelle so übel genommen, dass sich innen drinnen irgendetwas verklemmt zu haben scheint. Trotz mehrfachem sorgfältigen Einfädelns (und ich habe da inzwischen Übung drin...) näht sie einfach gar nichts. D.h. sie rattert zwar mit den Nadeln, allerdings auch wiederwillig und mit Startschwierigkeiten, zieht aber alle Fäden nur so mit sich. Ich befürchte, sie hat nach einem Jahr schon fertig.
Ich wußte zwar, dass ich für 139 € nicht allzu viel erwarten kann, habe aber doch gedacht, dass sie wenigstens die 2 Jahre, die die Gewährleistung läuft, durchhält. Heul! Ich werde mal versuchen, ob Lidl mir weiterhelfen kann, bin aber schon entschlossen, mir einen andere Overlock zuzulegen und die Lidl-Ovi - sollte sie noch zu retten sein - zu verkaufen. Das überlege ich schon länger und irgendwie scheint das nun der Wink mit dem Zaunpfahl zu sein. Geld stecke ich jedenfalls keines rein. Eigentlich habe ich aber irgendwie gerade auch nicht wirklich etwas für ne neue Nähmascine übrig, andererseits habe ich mich so an die Ovi gewöhnt, dass ich sie echt vermisse - schon jetzt!

Falls irgendjemand aus der großen weiten Bloggerwelt eine Empfehlung für eine gute Ovi (Kosten rund 400 €) hat, hier findest Du offene Ohren!

Außerdem habe ich endlich mal ernsthaft meinen Kalender gecheckt, um zu sehen, ob mein Frauen-Wellness-Wochenende in Zingst und das Bloggerinnen-Treffen tatsächlich zusammenfallen.

Tun sie. So schade. Obwohl ich mich natürlich auch sehr auf das Wochenende an der Ostsee freue. Vier Mädels, alle Kinder bleiben bei den Männern. Schöööön. Trotzdem: Je länger ich überlegt habe, desto mehr hätte ich Lust auf das Treffen und das Rahmenprogramm gehabt. Und für mich wärs ja echt ein "Heimspiel" gewesen. Ich hoffe, nächstes Jahr - wenn es wieder ein Bloggerinnen-Treffen geben sollte - habe ich Zeit...


Viele Sonntagsgrüße
Poldi

Samstag, 15. September 2012

Schneller Apfelkuchen und Verkaufserlebnisse

Heute war in einer Kita hier vor Ort Basar. Da unser Dachboden voll mit zu klein gewordenen Baby- und Kindersachen ist, habe ich mich unter die Verkäufer gewagt.

Doch neben ein paar Euro Gebühr muss man der Kita auch einen Kuchen spenden. Dafür bot sich bei unserer immensen diesjährigen Apfelernte ein Apfelkuchen nach dem folgenden schnellen Rezept an:

Aus

125 g Butter
125 g Zucker
3 Eiern
4 Tropfen Backöl Zitrone
1 Prise Salz
2 gestr. TL Backpulver
200 g Weizenmehl (ich mische die Mehlsorten immer etwas, damit der Kuchen etwas "vollwertiger" wird) und
evtl. 1-4 EL Milch

einen Rührteig bereiten, in eine gefettete Springform mit 26 cm Durchmesser füllen.

Für den Belag 500-750 g Äpfel schälen, halbieren, entkernen und einschneiden und in den Rührteig drücken. Alternativ geht auch ein Glas Sauerkirschen.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 170 Grad Umluft ca. 45 Min. backen, nach dem Erkalten mit Puderzucker bestreuen. Fertig!

Das Rezept stammt von einer Freundin meiner Eltern, inzwischen ist die Dame schon über 90. Meine Mutter hat es in meiner Kinderzeit ganz häufig gebacken, auch oft für Kuchenspenden für Kita, Kirchengemeinde usw. Ich finde es schön, wie solche bewährten Rezepte weitergegeben werden und eine Art Tradition entwickeln.

Der Basar war für mich recht erfolgreich, allerdings ist es echt viel Aufwand. Den fiktiven "Stundenlohn" darf man sich nicht ausrechnen, sonst kriegt man die Krise. Allerdings lernt man nette Menschen kennen, jedoch auch unhöfliche und auch kuriose. Mein Erlebnis zum Staunen war, dass sich eine flüchtige Bekannte irgendwann auf einer meiner Kisten (Ikea-Plastik, die dünneren, durchsichtigen, waren nur zum Klamottentransport gedacht) am Stand zum Stillen niederlassen wollte. Auf meine Bedenken, das halte die Kiste wohl nicht aus, setzte sie sich direkt vor meinen Stand auf die kleine Bank, auf der ich Schuhe, Spielzeug usw drapiert hatte. Keiner kam mehr an meinen Stand ran, bis sie fertig war. Nebenher schaute (wühlte) sie mit der freien Hand noch meine Sachen durch. Und ich war zu perplex und irgendwie auch zu höflich und zu solidarisch (stillende Mütter kann ich einfach nicht anmotzen) und habe mir das schweigend angesehen...Wie gesagt, einer sehr flüchtige Bekannte, mit der mich nichts verbindet. Ich kannte nicht mal den Namen des hungrigen Jungen.

Ein sonniges Wochenende wünscht
Poldi

Mittwoch, 12. September 2012

MMM mit etwas Frust

Der heutige MeMadeMittwoch wird bei mir von etwas Frust begleitet, denn ich trage ein Kleid, was nicht sooo gelungen ist, mich aber viel Zeit gekostet hat: Cambie von Sewaholic.

Ich habe mich beim Nähen trotz der an und für sich guten Anleitung etwas schwer getan. Insbesondere die kleinen Ecken hinten am Rücken (oderhalb des Reißverschlusses), deren Entstehen auf Tasias Blog so schön  erklärt wird, habe ich nicht kapiert und die Ecken mindestens 10 Mal aufgetrennt und wieder neu versucht, das Rätsel zu knacken. Es wird mir ein solches bleiben, ich habe schließlich von Hand eine etwas pfuschige Lösung gefunden. Da ich aber das Kleid sicher nicht allzu oft tragen werde, ist das nun auch schon wurscht.

Denn: Ich finde das Kleid eigentlich - bis auf den Pfusch, aber das hab ich ja zu verantworten - schön, aber es passt nicht zu mir, finde ich. Außerdem sitzt es an der Taille - oder dem was da mal war - ziemlich spack. So übern Tag hinweg ist das doch etwas unbequem und ungewohnt. Ansonsten finde ich die Passform des Oberteils gut; ein paar Änderungen waren aber nötig. Bei denen hat mir zum Glück die Schneiderin im Nähkurs geholfen.

Mein Mann findet das Kleid, glaube ich, ziemlich gräßlich. Er hat es zwar etwas netter gesagt, aber das Fazit "es macht einen fast nicht vorhandenen Busen, Schultern wie ein Preisboxer und läßt Dich durch den weiten Rock klein und gedrungen wirken" sind nicht wirkliche Komplimente. Daher hatte ich es gestern nachmittag nur zu Hause an und werde das heute auch so halten. Mal sehen, vielleicht gewöhnen wir uns noch aneinander. Jetzt, wo der Sommer vorbei ist...





Der aufmerksamen Betrachterin wird auffallen, dass es noch ungesäumt ist. Ja, da es schon relativ kurz ist, sollte ich lieber nicht noch mehr Länge verlieren. Ich werde es daher wohl wieder mit nem Schrägband säumen, aber das muss ich erst noch besorgen. Für zu Hause geht es auch so.

Schnitt: Cambie Dress
Kosten: ein sehr billiger, aber etwas fehlerhafter Baumwollstoff vom Maybachufer, ebenso billiges (Kunstfaser-)Futter vom Stoffmarkt. Die einzige echte Investition war der nahtverdeckte RV. Insgesamt Kosten unter 20 €, trotz des hohen Stoffverbrauchs für den gebauschten Rock. Aber da ich das Kleid erst einmal ausprobieren wollte, sollte es nicht allzu teuer werden.
Schwierigkeit: direkt anfängertauglich fand ich es nicht, aber bis auf die Sache mit den Ecken schon machbar. Auch die Anpassungen hielten sich in Grenzen.
Werde ich wieder machen: aufgrund der wenig begeisterten Reaktion meines Mannes und meinem eigenen Fremdeln mit dem Kleid eher nein und wenn, dann nur in der Version mit dem schmaleren Rockteil.

Viele andere tolle Memades findet ihr hier beim MeMadeMittwoch! Vielen Dank an das MMM-Team!

Viele Grüße
Poldi

Nachtrag:

Hier sieht man noch zwei Bilder vom Rücken:

Ich habe dann die Ecken einfach von außen so hingebastelt wie es sein sollte und mit ganz feinem Matratzenstich geschlossen. Wenn man es nicht weiß, merkt man es nicht ;-)








Montag, 10. September 2012

Das aktuelle Nähfragezeichen: Familiäre Vorbelastung mit dem "Nähvirus?"

Meike fragt in ihrem aktuellen Nähfragezeichen nach familiären Vorbelastungen fürs Nähen, Stricken, Häkeln & Co.:



Trauma oder Vorbild
Wurdest du als Kind von Mama, Oma, Tante oder vielleicht sogar Papa benäht/bestrickt/becraftelt? Hat diese Person auch für sich selbst genäht? Wie fandest du das damals? Und wie findest du es aus heutiger Sicht. Hat es dich geprägt?

In unserer Familie ist ganz klar meine Mama die Selbermacherin. Sie kann wirklich alles: nähen, stricken, häkeln, sticken, ja sogar spinnen. Klöppeln habe ich sie noch nicht gesehen, aber selbst diesem Makramé-Trend aus den Achtziger ist sie mal kurz beigetreten (nämlich just dann, als wir das in der Schule machen mussten und den angefangenen Murks Mama übergaben). Was sie dagegen nicht gut kann und auch nicht sooo gerne macht, ist basteln und malen. Also insgesamt den textilen und wollenen Ausgangsstoffen zugeneigt. Mein Vater dagegen war und ist nicht so der Hand- und Heimwerker und man traf ihn nur sehr selten und auch nicht immer sooo freiwillig beim Heimwerken.

Meine Schwester und ich wurden viel bestrickt (vorangig), behäkelt und benäht, letzteres eher als wir noch kleiner waren. Viel von den mütterlichen Tätigkeiten haben auch unsere Puppen, Barbies und Monchichis profitiert. Sie trugen schicke Dinge wie Bademäntel mit passenden Badetaschen, Dirndl, Trachtenhosen usw. Leider habe ich davon - so befürchte ich - nicht viel hier, aber ich bin sicher, in der alten Heimat Süddeutschland hat meine Mutter das alles aufgehoben. Ich muß mal danach suchen...

Heute bestrickt sie vor allem sich selbst und meinen Vater. Daran, dass meine Mutter für sich selbst Kleidung genäht hat, kann ich mich nicht mehr erinnern (obwohl sie davon erzählt, aber ich habe keine Bilder von diesen Kleidungsstücken mehr im Kopf), aber ich weiß, dass sie Vorhänge genäht und vielfache Flickarbeiten unserer immer gefetzten Hosen an der Nähmaschine gemacht hat.

"Traumatisiert" hat mich das nicht, ganz im Gegenteil. Ich habe früh wissen wollen, wie das alles geht und mich über Strickliesel und Schals schnell an Pullover für mich rangekämpft. Später, so ab 13, 14 Jahren kam das Nähen hinzu. Das Nähen spezialisierte sich dann eine Weile auf die Herstellung diverser Teddybären, woran meine Mutter auch beteiligt war und Puppen, aber irgendwann stieß das an seine kapazitätsmäßigen Grenzen einer normalen Wohnung und sooo abwechslungsreich ist es dann auch nicht, x Bären zu nähen.

Meine Schwester dagegen war und ist gegen diesen Trend immun und verwahrt sich, so gut sie es kann, gegen alles rund ums Selbermachen mit Textilien und Wolle. Meine Nichte dagegen arbeitet gern mit Wolle und ich habe vor ein paar Wochen einen echt tollen gefilzten Hamster von ihr bekommen. Da wurde dann eine Generation übersprungen und nicht "infiziert".

Ein paar Kostproben der mütterlichen Kreativität habe ich gefunden:

gestrickte Jacke und Hose mit Hosenträgern - das muss gekratzt haben, die Hose...


Ob das Kleid gehäkelt oder gestrickt ist, kann ich schwer erkennen, aber es ist von Muttern gefertigt


Viele Grüße
Poldi


Samstag, 8. September 2012

Der Herbst, der Herbst...

... der Herbst ist da. Ich kann gar nicht glauben, dass es schon ab morgen wieder sommerlich werden soll. Zumindest hier in Berlin und drumherum mutete es heute morgen ziemlich herbstlich an. Ein untrügliches Zeichen, dass Herbst wird, ist mein auf einmal aufkommendes Verlangen nach einer guten Tasse Tee:

Mit dem Nähen irgendwelcher Herbstkleidung bin ich genau das Gegenteil dessen, was Catherine beim letzten MeMadeMittwoch beschrieben hat. Hier geht es nicht Schlag auf Schlag mit den Herbstkleidern, ich muckel immer noch an einem Sommerkleid herum, weil ich dauernd was anderes mache und nicht am Stück vorankomme.

Viel erfolgreicher sind wir hier beim Thema Herbstküche - und da man ja immer das positive bei jeder Jahreszeit sehen sollte, gehen mir gerade die ganzen leckeren Gerichte durch den Kopf, die man im Hochsommer nicht sehen konnte und die für die kältere Jahreszeit superlecker sind. Ich werde daher in einer losen Abfolge das eine oder andere unserer Lieblingsrezepter hier einstellen und beginne mit einem herzhaften Kuchen, den ich noch nicht zu fotografieren geschafft habe, weil er immer so schnell weg ist:-) Hier ist er und ein Bild reiche ich nach - versprochen!


Schwäbischer Sauerkrautkuchen – ein Gruß aus dem Süden Deutschlands

Für den Mürbeteig 340 g Mehl (Type 405), 130 g Butter, 1 TL Salz und 125 ml lauwarmes Wasser in eine Schüssel geben und zu einem Teig verkneten. In Frischhaltefolie 1 Std. ruhen lassen.

In der Zwischenzeit für den Belag 1 Zwiebel abziehen, würfeln und mit 150 g gewürfeltem Schinkenspeck und 1 EL Butterschmalz 2-3 Minuten in der Pfanne glasig anschwitzen. 500 g Sauerkraut zugeben, weitere 3 Minuten mitbraten. Mit 125 ml Weißwein ablöschen und weiterkochen, bis die gesamte Flüssigkeit verdampft ist. Die Sauerkrautmasse abkühlen lassen.

Den Backofen auf 200° vorheizen. Eine Springform (26 cm Durchmesser) einfetten.

Für den Belag 250 g saure Sahne, 4 Eier, 1 TL Speisestärke und 1 TL Kümmel gut verrühren und unter die abgekühlte Sauerkrautmischung rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ein wenig größer als die Form ausrollen, in die Form legen und für einen kleinen Rand ein wenig hochziehen. Die Sauerkrautmasse auf den Teig geben, glatt streichen und je nach Geschmack noch mit 6 Scheiben Frühstücksspeck (Bacon) belegen.
Im heißen Ofen (Mitte, Umluft 180°) 50 Minuten backen, bis der Speck schön knusprig bzw. der Kuchen gut gebräunt ist.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachbacken!

Viele Grüße
Poldi

Mittwoch, 5. September 2012

Aus dem Leben gegriffen - MMM mit Römö

Heute trage ich meinen akteull fertiggestellten Rock Römö, über den ich vor ein paar Tagen schon erzählt und um Eure Hilfe gebeten habe ("Kürzen oder lassen, tüddeln oder nicht?").

Das ist das Ergebnis - kräftig um 7 cm gekürzt und nun eigentlich ziemlich genau mitten auf der Kniescheibe endend. Da mein Mann aber so ziemlich der schlechteste Fotograf ist, den ich kenne und schon mit der Anweisung "mit Kopf und mit Schuhen knipsen!" ausgelastet war, ist die Perspektive etwas komisch und der Rock sieht länger aus als er ist.

Am Saum hab ich mich zum ersten Mal mit Schrägband versucht - ein ganz kleines bißchen Getüddel - und bin begeistert, wie easy dann auf einmal die Säume sind. Das mach ich öfter. Wenn nur die Wahl der Farbe nicht so schwer wäre. Ob ich mit dem Grün glücklich werde, weiß ich noch nicht so genau, aberVersuch macht schlau.

Das Bild ist wirklich aus dem Leben gegriffen. Morgens um 7 Uhr, etwas in Hektik und noch etwas strubbelig am Kopf. Voilà: mein erster Römö:


Warum der Rock nun auf einmal gedreht ist, weiß wohl nur Blogger...

Großaufnahme vom Stoff
Schnitt: Römö von Farbenmix
Schwierigkeitsgrad:  ein 100 %-iger Selbstläufer war es nicht, ich habe es sogar geschafft, die Belege zuerst verkehrt anzunähen. Für totale Anfänger ohne Hilfe meines Erachtens eine schwere Aufgabe. Sonst allerdings machbar und auch recht schnell zu nähen.
Passform: Ich war mir mit der Größe unsicher und habe ihn wohl doch ein bißchen zu groß zugeschnitten und genäht. Außerdem vermisse ich Taschen. Und fürs Radfahren ist er einen Tick zu eng. Trotzdem bin ich letztendlich ganz zufrieden.
Kosten: ein Schnäppchen! 5 € für den Baumwollstoff (sehr schöne und etwass festere Qualität ohne starke Knitterneigung) vom Maybachufer, 1 € für den Zipper (Stoffmarkt), etwas Bügeleinlage aus dem Vorrat
Mache ich nochmal: klar. Trotz der kleinen Beanstandungen gefällt mir das Ergebnis sehr gut!

Mehr Damen in Festtags- und Alltagskleidung, aber auf jeden Fall selbstgenäht, findet Ihr beim Me Made Mittwoch! Vielen Dank an das MMM-Team!

Viele Grüße
Poldi

Dienstag, 4. September 2012

Taschen-Monat September

Ich gebe es ja offen zu, dem Taschenthema kann ich nicht soooo viel abgewinnen. Die Tasche auf/an einem Kleidungsstück ist mir zwar wichtig und ich vermisse es, wenn der Schnitt keine Taschen vorsieht, trotzdem - so viel weiß ich dazu nicht schlaues zu sagen.

Meine bislang interessanteste Taschen-Geschichte war die auf dem schon gezeigten Jeansrock von Allerlieblichst. Allerdings hängen die Taschen aufgrund des lapprigen Stoffes schnell schief und krumm herum und werden von den (zu) schweren Knöpfen nach unten gezogen. Außerdem war es viel extra Arbeit mit den Taschen. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen...

Taschen hinten

Taschen vorne - noch mit dem doppelten Bund, den ich inzwischen entfernt habe

Vordere Tasche von Nahem

Mal sehen, vielleicht inspirieren mich die anderen Taschenlösungen, die bei Meike beim Taschen-Monat-September zu bewundern sind!

Viele Grüße
Poldi

Montag, 3. September 2012

Heute stoße ich beim Bloggen...

...bzw beim Durch-die-Blogs-Streifen auf lauter schöne Anleitungen for free: Diese hier für ein Stiftemäppchen (oder wie nennt man das?). Ganz toll umgesetzt bei Frau Kännchen. Ich liebe diesen Apfelstoff und das Grün. Wenn doch nur nicht noch so viel anderes auf meiner Liste stünde...

Und dann die Einladung zum Bloggertreffen in Berlin. Hmm, anreisen müsste ich ja nicht, aber trau ich mich? Ich kenne ja (fast) niemanden....Blöde Gedanken! Ich frage mal Mann und Kind, ob sie auf mich an einem grauen Novembersonntag verzichten können...

Sonnige Grüße
Poldi

Eine schöne Anleitung für ein Knotenmützchen...

...findet Ihr hier bei Klimperklein als freebie. Dort lohnt es sich sowieso zu stöbern. Ich habe nach einem Schnitt von dort schon eine sehr schöne Wendezipfelmütze genäht, die ich auch irgendwann mal noch zeigen muss, ehe sie verwachsen ist...

Für ein kleines (sehr winziges) Neugeborenes in meinem Freundeskreis werde ich das Knotenmützchen gleich ausprobieren!

Einen schönen Tag wünscht
Poldi

Sonntag, 2. September 2012

Römö - kürzen oder lassen...

...tüddeln oder nicht?

Ich habe - um mich vor der Fertigstellung von Cambie zu drücken - noch einen schnellen Rock dazwischen geschoben, den allseits bekannten Römö.

Nun ist er fast fertig und ich stehe vor der Frage des "Finalisierens": ich finde, er ist mindestens 5 cm zu lang und sollte nicht unter dem Knie enden.


Hier ist die längere Version. Auf den beiden folgenden Bildern habe ich ihn provisorisch hochgesteckt. Mir gefällt das besser.


Kürzere Version. Wenn ich mir die Bilder so anschaue, denke ich, er könnte fast noch ein wenig kürzer sein. Ich habe den Rock eine Größe größer zugeschnitten, damit er schön hüftig sitzt. Das ist auch ganz gut gelungen, vor allem sitzt er so locker wie ich das mag. Aber er ist dadurch natürlich ziemlich runtergerutscht und wirkt daher so lang, obwohl ich mit 1,70 m kein Winzling bin.

Was meint Ihr?

Und trotz des an sich gemusterten Stoffes (den man hier nicht sooo gut sieht) finde ich ihn etwas fad. Tüddeln oder nicht, das ist die Frage. Ich könnte mir z.B. gut vorstellen, den Saum mal mit Schrägband zu versäubern, in einer Farbe, die im Stoff auch vorkommt. Das wäre dann weiß, rosa, verschiedene Blautöne, verschiedene Grüntöne, braun...Zu hart sollte der Kontrast nicht sein, aber einen blauen Abschluss könnte ich mir vorstellen. Oder ein Samtband aufnähen? Ich bin da leider etwas unkreativ, aber irgendwie ist mir der Rock noch zu fade...

Ach ja, beim letzten Nähfragezeichen wurde der Rock ja u.a. für eine interessierte Freundin als erstes Nähstück vorgeschlagen. Ich dachte daher, dass er dann eine richtig einfache Nummer sei, habe mich dann aber doch schwerer getan als erwartet (Belege falsch angenäht, beim Reißverschluß gepfuscht...) und daher meine Zweifel, ob Römö bei einem Erstlingswerk nicht eher zu Nähfrust als Nählust führt (dass Teile des Pfusches auch dadurch entstanden sind, dass das mittagschlafverweigernden Möhrchen daneben rumwurstelte, ich aber den Rock unbedingt fertigkriegen wollte, ist natürlich nicht auszuschließen...)

Viele Grüße
Poldi (die jetzt keine Ausrede mehr hat, nicht an das Füttern von Cambie zu gehen...)